3. Station: „Dem Stern folgen“

 

Den Stern sehen ist die eine Sache, dem Stern vertrauen und ihm folgen eine andere. In den Sterndeutern der Kindheitsgeschichte des Matthäus begegnen uns Menschen, die den Verheißungen trauen, den Aufbruch wagen und dem Stern folgen.

Deshalb ist diese Station geprägt durch drei lebensgroße Figuren, die drei Sternsucher. Sie sind ein Sinnbild für die drei Bereiche der Sinnsuche: Einheit mit Gott, der Welt und dem eigenen Ich.

Der erste Sternsucher hebt die Hände und den Kopf nach oben. Er erzählt von der Sehnsucht nach dem „Mehr“ im Leben, so als wollte er sagen: „Es muss im Leben noch mehr geben als das, was vor Augen ist!“

Der zweite Sternsucher kreuzt die Hände über seiner Brust und neigt den Kopf leicht nach unten. Er ist ganz bei sich und hört auf die Stimme seines Herzens.

Der dritte Sternsucher hält eine Landkarte in den Händen. Wenn die Sehnsucht nach den Sternen nicht leere Illusion bleiben soll, muss sie geerdet sein. Mit seiner Haltung erinnert uns der dritte Sternsucher daran, Sterne auf die Erde, in den konkreten Alltag zu holen.

Die Figuren selbst sind leer, nur die „Hülle“, der „Mantel“ ist zu sehen.  Den Betrachtern soll so eine Identifikation mit den Figuren der Sternsucher ermöglicht werden – sie sollen quasi in die „Mäntel“ der Sternsucher schlüpfen.

In den Figuren ist ein Spiegel angebracht, so dass sich die Betrachter in den Figuren – im wahrsten Sinn des Wortes – erkennen.

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