4. Station: „Dem Himmel so nah“

 

 

Weihnachten beinhaltet die Zusage, dass Gott sich den Menschen zuwendet und verstehbar macht. Bereits im alttestamentlichen Bild der Himmelsleiter wird die Bewegung von „oben nach unten“ festgehalten:

 Jakob ist am Ende. Er hat seinen Bruder um dessen Erbe betrogen. Er ist auf der Flucht nicht nur vor seinem Bruder, auch vor sich selbst und vor seinen dunklen Seiten. Als er sich nachts schlafen legt, ist er nicht weich gebettet, er liegt auf einem harten Stein. In dieser Situation trifft ihn die Zusage Gottes: „Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst...“ (Gen 28,15)

Diese Zusage macht es Jakob möglich, seine Maskerade abzulegen. Er darf er selbst sein, sich selbst entdecken und annehmen mit seinen Licht- und Schattenseiten. Und Jakob spürt, in dieser schwierigen und doch befreienden Selbsterkenntnis und der Annahme durch einen liebenden Gott liegt das, was man „Himmel“ nennen kann.

 Zentrales Motiv dieser Station ist eine Leiter, die „bis in den Himmel reicht“ und an deren Füßen Steine liegen. Durch die Projektion des Jahwenamens an die Kirchendecke wird die Verheißung „von oben“ symbolisiert.

Masken auf der Leiter, sowie auf einem Stein auf dunkler Erde versinnbildlichen den Gedanken: Der „Himmel ist offen“, wenn ich angenommen werde so wie ich bin, mit meinen Licht- und Schattenseiten.

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