5. Station:  „Engelspuren“

Engel versinnbildlichen den Wunsch, Gott möge doch in unserer Welt erfahrbar sein. Sie sind die leibhaftig gewordene Sehnsucht, dass Gott in unser Leben einbrechen möge an den Bruchstellen unserer Biographie, aber auch in die Banalität des  Alltags.

Engel geben der Hoffnung Ausdruck, dass in den Momenten unseres Lebens, in denen wir loslassen müssen, unsere Hände dennoch nicht leer bleiben. Drei Engelstationen führen die Besucher im Folgenden an diesen Gedanken heran.

 

 

„Der Engel, der mit mir weint“

In der Krypta der Stiftskirche zu Fischbeck sitzt auf dem Fenstersims ein kleiner Engel, der weint. Ursprünglich saß dieser Engel auf einem Kindersarg der Familie der Grafen zu Schaumburg – Lippe. Der weinende Engel verweist auf Trauer und Tod, auf das Zerbrochene in unserem Leben, aber auch auf die Hoffnung, dass Gott uns in diesem Situationen nicht alleine läßt.

So hat es ein Vater erfahren, der zwei Kinder verlor und der Trost in der Hoffnung findet, dass Gott mit ihm und seiner Frau trauert. Ein Auszug aus einem Gespräch über dieses Schicksal ist auf einem Begleitplakat zu lesen.

Für die Ausstellung „Weihnachtslandschaften“ hat Ingrid Schiller (Hameln)  den Fischbecker Engel aus Ton nachgebildet.

Die Besucher haben hier die Möglichkeit, eine Kerze aufzustellen und „Tränen“ (Glastropfen) in den Sand zu legen – Ausdruck der Hoffnung, dass Gott der Gott ist, der die Trauernden tröstet und ihre Tränen trocknet.

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