5. Station:  „Engelspuren“

Engel versinnbildlichen den Wunsch, Gott möge doch in unserer Welt erfahrbar sein. Sie sind die leibhaftig gewordene Sehnsucht, dass Gott in unser Leben einbrechen möge an den Bruchstellen unserer Biographie, aber auch in die Banalität des  Alltags.

Engel geben der Hoffnung Ausdruck, dass in den Momenten unseres Lebens, in denen wir loslassen müssen, unsere Hände dennoch nicht leer bleiben. Drei Engelstationen führen die Besucher im Folgenden an diesen Gedanken heran.

„Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein...“

„Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,  
die Engel...
Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand,
die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
oder er wohnt neben dir, Wand an Wand,
der Engel.“

 

  

So heißt es in einem Gedicht von Rudolf Otto Wiemer.

Es thematisiert die Erfahrung, dass in unserem Leben auch Menschen für uns zu „Engeln“ werden können, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. 

Die Besucher können an dieser Stelle das Engelgedicht von Wiemer lesen. Es wird umrahmt von zwei Fotokollagen mit Portraits, die in der Hamelner Innenstadt aufgenommen worden sind. Gesichter von jungen und alten Menschen, die stellvertretend für die stehen, die einem anderen schon zum Engel geworden sind.

Wann sage ich dem „Engel meines Lebens“ einmal „Danke“ dafür, dass er oder sie da war?

Die Besucher können an dieser Station dem „Engel ihres Lebens“ einen Gruß schreiben. Dazu liegen auf einem Tisch Briefpapier und Briefumschläge aus.

Ein Briefkasten gibt den Besuchern die Möglichkeit, den adressierten Brief an ihren Engel einzuwerfen. Der Kasten wird abendlich geleert und die Briefe werden frankiert zur Post gebracht, so dass die Grüße auch wirklich ankommen.

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